BWT: Schwimmbadausstattung und Wasseraufbereitung aus einer Hand
Wasserklar: Schwimmbäder für Premium-Hotels
30 Millionen-Investition: Falkensteiner Hotel & Spa Bad Waltersdorf
Schwimmen macht Spaß und ist gesund. Dabei steigen die Ansprüche: Ob im kommunalen Freibad oder im Hotel bzw. in der Ferienanlage: Der Besucher erwartet heute mehr als ein einfaches, schmuckloses Becken. Gefragt sind kombinierte Innen- und Außenbecken, Warmsprudelbecken und Wasser-Attraktionen jeder Art. Die Schwimmbad-Spezialisten von BWT haben das Falkensteiner Hotel & Spa Bad Waltersdorf darüber hinaus mit einer hochwertigen Wasseraufbereitungstechnik ausgerüstet.
Mit 110 Doppelzimmern, 16 Junior-Suiten und zwei Senior-Suiten ist das Falkensteiner Hotel & Spa Bad Waltersdorf im südsteirischen Thermenland der ideale Ort, um sich vom hektischen Alltag zurückzuziehen und die ‚Batterien neu aufzuladen’. Die Energie dazu liefern das aus natürlichen Quellen aufsteigende Thermalwasser, eine 2.300 m² große Wellness- und Wasserwelt und ein direkt vor der Haustür gelegener 18-Loch-Golfplatz.
Die Investoren haben rund 30 Millionen Euro in dieses Hotel der Spitzenklasse investiert. Nicht nur bei der Architektur und der Ausstattung der Räumlichkeiten, auch im Wellness-Bereich und bei der Wasseraufbereitung setzten Architekt und Planer dabei auf Premium-Qualität.
Energie und Wasser sparende Schwimmbadtechnik
In der Hotellerie ist in den letzten Jahren eine Entwicklung zu immer großzügigeren Spa-Anlagen mit allen Raffinessen und vielen Wasser-Attraktionen zu beobachten. Ob die Gäste wohl auch nur im Entferntesten ahnen, welche aufwendige Technik hinter ihrem Vergnügen steckt?
Um den komplexen Anforderungen solcher Anlagen gerecht zu werden, ist es für Architekten und Bauherren wichtig, einen leistungsfähigen Partner im Schwimmbadbau zu haben.
Denn eine Wellness-Oase kann nur genießen, wer Vertrauen in die Qualität und Hygiene des Badewassers hat.
Aufbereitungsverfahren von BWT ermöglichen eine optimale Balance, um den Gästen maximales Wohlbefinden und größtmögliche Hygienesicherheit zu bieten. Deshalb schätzen Hoteliers, Planer und Architekten die Zusammenarbeit mit den erfahrenen Fachleuten von BWT, die eine umfassende Unterstützung bei der Planung und Realisierung von Schwimmbadprojekten jeder Größe bieten.
Im Falkensteiner Hotel & Spa Bad Waltersdorf konnten die Schwimmbad-Spezialisten ‚aus dem Vollen’ schöpfen und installierten neben einer ausgesprochen Energie und Wasser sparenden Schwimmbadtechnik auch moderne Wasser-Attraktionen und eine zuverlässig sichere Wasseraufbereitung.
Am Beispiel des Freibeckens soll die Vorgehensweise der Planer exemplarisch beschrieben werden.
Das 90 m² große Freibecken aus Dichtbeton, verfliest mit außen liegender umlaufender Überlaufrinne, ist angenehme 32°C warm. Für die Beckenaufheizung mit automatischer Temperaturreglung ist ein Plattenwärmetauscher vorgesehen. Die Planer wählten eine
100 % vertikale Beckendurchströmung mit einem 100 %-Ablauf über die Schwallwasser-Rinne. Als Füllwasser kommt Wasser aus dem Ortsnetz zum Einsatz. Die per Wasserzähler registrierte Frischwasser-Nachspeisung erfolgt in ein 17 m³ fassendes Ausgleichsbecken. Pro Badegast strömen mindestens 30 l Frischwasser nach.
In den Nachtstunden bzw. außerhalb der Betriebszeiten deckt eine motorbetriebene Rollabdeckung das Becken ab. Die Bedienung erfolgt über einen Schlüsselschalter in Sichtweite des Beckens – es wäre fatal, befände sich noch ein Gast im Wasser.
Für die Beckenbodenreinigung wird ein separates Schlammlift-Aggregat verwendet; es leitet die Reinigungswässer in den Schmutzwasserkanal ab. Die Reinigung erfolgt zwingend außerhalb der Badezeiten; niemand darf sich während dieser Reinigung im Becken aufhalten.
Mindestens einmal jährlich werden alle Becken vollständig entleert, gereinigt und desinfiziert. Nach Sicherstellung eines maximalen Gehaltes an freiem Chlor von 0,2 mg/l bzw. Gesamt-Chlor von max. 0,4 mg/l und einer maximalen Wassertemperatur von 30°C gelangt das Beckenwasser dosiert in den Kanal.
Badewasser-Aufbereitung: Hygienische Sicherheit
Die Aufbereitung des Badewassers erfolgt nach der klassischen Verfahrensvariante ‚Flockung – Filtration – Chlorung’, ausgelegt gemäß ÖNORM M 6216 bzw. Bäderhygiene-Verordnung BGBL 420. Als Nennbelastung wurden stündlich 18 Personen angenommen; der Förderstrom wurde mit 64 m³/h und einer Umwälzzeit von 2.00 h großzügig gewählt (rein rechnerisch wären 36 m³/h ausreichend).
Flockung und pH-Wert-Einstellung
Die Flockung mit einem Flüssigflocker übernimmt eine stufenlos regelbare Dosierpumpe. Dosiermenge: ca. 0,6 g/m³ = ca. 38,4 g/h.
Zur pH-Korrektur dosiert eine stufenlos regelbare Dosierpumpe einen flüssigen pH-Wert-Senker. Ein pH-Wert-Mess- und Regelgerät steuert die Zugabemenge automatisch. Für die Dosieranlage ist eine Chemikalien-Auffangwanne vorgesehen.
Filtration
Die Filteranlage besteht aus einer Pumpenstation (zwei parallel betriebene Umwälzpumpen mit integriertem Vorfilter und einer Leistung von je 32 m³/h; Nennleistung je Pumpe ca. 2,2 kW) sowie einem Mehrschichtfilter. Von oben nach unten ist der Filtermaterialaufbau wie folgt gewählt:
- Hydroanthrazit: Körnung 0,8 bis 1,6 mm, 45 cm hoch
- Quarzkies: Körnung 0,4 bis 0,8 mm, 45 cm hoch
- Stützkies: Körnung 1 bis 2 mm, 5 cm hoch
- Stützkies: Körnung 3 bis 5 mm, 15 cm hoch.
Die manuell ausgelöste Filterrückspülung (erkennbar am Druckanstieg durch das Verschmutzen des Filters) erfolgt außerhalb der Badezeiten mit gechlortem Badewasser aus dem Ausgleichsbehälter bzw. mittels Zusatzchlorung.
Chlorung
Die Badewasser-Desinfektion für das Becken erfolgt durch Zugabe von Chlorgranulat (Calciumhypochlorit) mittels Granulatdosierung. Dosiermenge: ca. 0,6 bis 8 g Chlor/m³ Umwälzleistung.
Die Chlorzugabe wird über Chlorüberschuss-Mess- und -Regelgeräte automatisch geregelt. Auch hier ist für die Dosieranlage eine separate Chemikalienauffangwanne vorgesehen.
Alle mit Luft beaufschlagten Attraktionseinrichtungen werden mittels gechlortem Reinwasser aus der Filteranlage desinfiziert. Die Ausstattung der Dosieranlagen und Dosierräume erfolgte entsprechend ÖNORM M5879-Teil 2.
Kontroll- und Überwachungsanlage
Diese Anlage verfügt über einen Hauptstrom-Durchflussmesser zur Kontrolle des Förderstromes und zur Überwachung der Spülwassermenge bzw. der Reinwasserströme. Ein Differenzdruck-Manometer zeigt die Filterverschmutzung an. Mit Hilfe des Wasserzählers in der Frischwasserzuleitung kann die Frischwasser-Nachspeisemenge überprüft werden. Hinzu kommt ein automatisches Mess- bzw. Regelgerät für freies Chlor, den pH-Wert und das Redox-Potential.
Zur Entnahme von Wasserproben vor und nach dem Filter, nach der Chlorimpfstelle und im Beckenablauf sind Auslaufhähne (Probehähne) installiert.
Das Becken wird entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen und den Anweisungen der Sanitätsbehörde betrieben und beaufsichtigt. Die Desinfektionsanlage und die pH-Wert-Korrektur sind automatisiert.
Die wesentlichen Parameter, wie Chlorgehalt (freies Chlor), pH-Wert, Redox-Wert des Beckens, Umwälzmenge und Beckentemperatur werden auf diese Weise ständig erfasst und aufgezeichnet (Betriebstagebuch entsprechend ÖNORM M 6217).
Abwasser
Periodisch fallen Rückspülwässer aus dem Filter an, die vor allem mit festen Flockungsmitteln (Polyaluminiumhydroxichlorid) sowie den von Badegästen eingebrachten festen bzw. kolloidalen Verunreinigungen belastet sind.
Die Belastung der Rückspülwässer erreicht erfahrungsgemäß zu Beginn der Rückspülung ein Maximum und sinkt innerhalb von 10 min bis auf eine minimale Restbelastung ab.
Aufgrund von vorliegenden Rückspülwasseranalysen vergleichbarer Bäder gingen die BWT-Planer von folgenden Parametern aus:
- max. Abwassertemperatur: 30 bis 32°C
- gesamte Spülwassermenge: ca. 9 m³ je Spülung / ca. 3x pro Woche
- Rückspülintervall: ca. 2 x pro Woche (Gesamtabwassermenge ca. 18 m³/Woche)
- abfiltrierbare Feststoffe: 100 mg/l (Mittelwert)
- pH-Wert: ca. 6,5 bis 8,0
- CSB als O2: 50 bis 100 mg/l
- Aluminium: bis 2 mg/l
- Ammonium: bis 10 mg/l
- Gesamtchlor: 0,1 bis 0,4 mg/l
- freies Chlor: ca.0 bis 0,2 mg/l.
Die Chlorwerte sind abhängig vom Chlorwert im Becken bzw. vom Verbrauch des Filtermaterials (Chlorzehrung). Die Spülwasserentsorgung der Filteranlage erfolgt mittels Hebeanlage über ein Rückhaltebecken mit einem Inhalt von 25 m³. Dabei wird das Rückspülwasser mit den sanitären Abwässern des Hotels verdünnt in den Schmutzwasserkanal eingeleitet - durch diese Vermischung sinkt der Restchlorgehalt im Abwasser unter die Nachweisgrenze.
Schwimmbad-Technik und Wasseraufbereitung aus einer Hand
Die hier am Beispiel des Freibeckens beschriebene Wasseraufbereitung ist für das Kaltwasserbecken, das Thermalwasserbecken sowie das Warmsprudelbecken technisch vergleichbar, natürlich mit abweichenden Parametern.
Standardisierte Anlagentechnik von BWT bietet dem Hotelier eine ganze Reihe von Vorteilen – nicht allein auf der Kostenseite, sondern vor allem auch hinsichtlich Wasserqualität und Hygienesicherheit. Sauberes und hygienisches Schwimmbeckenwasser, das ein Infektionsrisiko für jeden Badegast ausschließt, ist gesetzliche Pflicht für alle Beteiligten. BWT legt höchsten Wert auf langzeitgeprüfte Materialien und wartungsfreundliche Aggregate. Besonderes Augenmerk gilt der Energie-Optimierung und Betriebskostensenkung, die Betreibern einen nachhaltigen und ökonomischen Betrieb der Anlagen sowie kurze Amortisationszeiten gewährleisten.
Und vor allem gilt: Dank der ausgereiften und bewährten Technik von BWT hören und sehen die Gäste nichts von der Wasseraufbereitung und können die Pool- und Wellness-Anlage ungestört genießen.