Hygiene in Schulen - (k)eine Utopie?

Hygiene in Schulen

Krankenhäuser, Altersheime, Schulen, Kindergärten, Hotels und andere Freizeitanlagen sind Gebäude mit umfangreichen Rohrleitungssystemen, in denen die Wasserentnahme in unregelmäßigen Abständen erfolgt. Dadurch kann es zu langen Stagnationsphasen kommen und es besteht in solchen Gebäuden ein erhöhtes Legionellen-Risiko.

Viele Betreiber und Installateure kämpfen mit der Sanierung von Warmwasseranlagen älterer Bauart, wenn einmal Legionellen gefunden wurden. Immer öfter werden nun Desinfektionsanlagen wie z.B. Chlordioxid-Reaktoren eingesetzt.

Elchtest in einer oberösterreichischen Schule
Einem wahren „Elchtest“ wurden nun zwei BWT Chlordioxidanlagen REAXAN in einer Schule und in einer Sporthalle unterzogen. Wichtig bei solchen Untersuchungen ist, dass die Anlagen über einen längeren Zeitraum unter ungünstigen Bedingungen getestet werden. Die beiden Objekte waren deshalb geeignet, weil beide Gebäude aufgrund der Ferienzeit sehr unterschiedlich stark besucht sind und wenig Warmwasser verbraucht wird. Somit stehen sie stellvertretend für viele öffentliche Gebäude. Auch das Alter der Warmwasseranlagen (Baujahr 1981) und der technische Zustand der Installation (verzinkte Leitungen, möglicherweise umfänglich korrodiert, fehlender Verrohrungsplan) waren denkbar ungünstige Bedingungen. Zur Probenahme wählte man nahe an der zentralen Trinkwassererwärmung befindliche und weit entfernt gelegene Entnahmestellen. Die Proben wurden vor und unmittelbar nach Installation der Chlordioxid-Anlagen genommen, und danach regelmäßig einmal im Monat während der folgenden eineinhalb Jahre. Parallel dazu wurden auch die Werte für
Chlordioxid bestimmt und die Betriebstemperaturen gemessen.

Mehr Hygiene und Sicherheit für Schüler durch Desinfektion mittels Reaxan
Die – nicht unerwarteten – Ergebnisse: vor der Installation wurden zum Teil sehr hohe Legionellenkonzentrationen gemessen, nach der Installation der Chlordioxid-Anlagen waren Legionellen nicht nachweisbar. Bis zum Ende der Beprobungszeit blieb mit Ausnahme von zwei Entnahmestellen am Ende von praktisch nicht durchströmten Leitungsteilen die gesamte Installation legionellenfrei.

„Diese Ergebnisse führten zum Schluss, dass Chlordioxid ein zugelassenes und geeignetes Verfahren zur Dauerdesinfektion von Wasserkreisläufen darstellt, in denen installations- und betriebstechnische Maßnahmen nicht mehr effektiv angewendet werden können. Um den Effekt der Desinfektion
zu verbessern sind dennoch begleitende Maßnahmen wie z.B. Zwangsspülungen, Abtrennen von bekannten Totleitungen etc. nötig, um die Wirkung des Desinfektionsmittels auch in allen Leitungsteilen zu ermöglichen und so die Wirksamkeit zu verbessern. Möglicher Einsatzort derartiger Anlagen könnten daher unter anderem nicht sanierbare und seitens der Installation nicht überblickbare Anlagen älterer Bauart sein, bei denen installationstechnische Maßnahmen, wie sie in der ÖNORM B 5019 empfohlen werden, nicht mehr greifen“,
so Dr. med. Milo Halabi – gerichtlich beeideter Sachverständiger für Krankenhaushygiene – in seinem Gutachten.

Fazit: Aufgrund der Dimensionen der Risiken und zur Risiko-Minimierung muss beim Betrieb von Wasseranlagen in der Gebäudetechnik alles technisch und organisatorisch Mögliche zur Schadensverhütung und Schadensabwehr getan werden. Mit den BWT-Verfahren und unseren praktischen Erfahrungen können wir jedem Betreiber die Forderung „Hygiene = Gesundheitsvorsorge“ sicherstellen.

BWT Tipp

Fordern Sie das vollständige Gutachten in der BWT Gebäudetechnik an!

Bettina Reiter
T.: 06232 5011-1281

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