Kühl- / Klimawasser

Geschlossene Kreisläufe: (z.B. Kaltwasserkreisläufe in Klimasystemen)
Bei korrosionsfestem Rohrleitungsmaterial (z.B. Kunststoff) und einmaliger Befüllung ist üblicherweise die Dosierung von Inhibitoren ausreichend. Abhängig von der Füllwasserqualität und den Betriebsbedingungen, kann jedoch eine erweiterte Aufbereitung und Konditionierung des Füllwasser erforderlich sein.

Offene Rückkühlsysteme : (alle Systeme mit Kühltürmen)
Da in den Kühltürmen nur reines Wasser verdunstet steigt die Salzkonzentration im Kreislaufwasser ständig an. Überhöhte Salzgehalte können zu Verkalkungen und Korrosionen im Kühlturm und den Kreislaufwasserleitungen führen. Weiters können Störungen durch Algenbildung und aus der Umgebungsluft ausgewaschenen Staubteilchen auftreten. Für einen wirtschaftlichen und störungsfreien Betrieb des Kühlturms ist daher in fast allen Fällen eine Aufbereitung des Wassers notwendig.

Die VDI 3803 schreibt unter Punkt „3.4 Verdunstungs-Rückkühlwerke“, daß die Wasserbeschaffenheit des Umlaufwassers den Baustoffen des Kühlkreislaufes anzupassen ist. Die einzuhaltenden Grenzwerte werden in der folgenden Tabelle definiert:

Empfohlene Grenzwerte für die Beschaffenheit des Rückkühl-Umlaufwassers:

Wasserberührte Werk-
stoffe des Kühlturms:
Leitfähigkeit Calciumgehalt Chloridgehalt Sulfatgehalt
Ca Cl SO4
µS/cm mg/l mg/l mg/l
Stahl und Buntmetalle < 2200 > 20 < 200 < 325
Stahl und beschichtete Metalle < 2500 > 20 < 250 < 400
Kunststoff und Edelstahl < 3000 < 400 < 600

Das Umlaufwasser sollte möglichst farblos, klar und ohne Bodensatz sein.
Die Karbonhärte sollte < 4°d sein, bei chemischer Härtestabilisierung < 20°d.
Bei einer Keimzahl > 100.000/ml sollte ein Biocid diskontinuierlich zugegeben werden.

Wenn die Grenzwerte nicht eingehalten werden, können folgende Funktionsstörungen auftreten:

  • Verschlechterung des Wärme- bzw. Kälteüberganges
  • erhöhte Druckverluste durch Querschnittsverengungen
  • Verstopfen von Düsen, Ventilen und Kühlkanälen

Die daraus resultierenden Folgen sind:

  • Höhere Energie- und Wasserverbräuche
  • Funktionsstörungen und Produktionsausfall - Vermehrte Wartungsarbeit
  • Zerstörung wichtiger Anlagenteile
BWT Tipp

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