Der Gehalt an Nitrat im Trinkwasser ist laut Richtlinie des Europäischen Rates mit 50 mg/l limitiert. Das bei der Reduktion von Nitrat im Organismus entstehende Nitrit kann bei Säuglingen zur Methämoglobinanämie führen. Weiters wird Nitrit als Teilfaktor für die Bildung der als kanzerogen geltenden N-Nitroso-Verbindungen gesehen.
Als mögliche Hauptquelle für die Belastung des Grundwassers mit Nitrat sind Düngemittel in der Landwirtschaft, undichte oder fehlende Abwasserentsorgungsanlagen, undichte Deponien und die atmosphärische Deposition zu nennen.
Zur Nitratentfernung aus Trinkwasser werden hauptsächlich folgende Verfahrenstechniken eingesetzt:
- Biologische Verfahren – bei denen das Nitrat nach Zusatz spezieller Nährstoffe durch denitrifizierende Bakterien zu gasförmigem Stickstoff abgebaut wird. Diese Verfahren bedürfen einer laufenden Überwachung und sind daher nur für Großwasserwerke geeignet
- Teilentsalzung des Wassers mit Membranverfahren – diese umweltfreundliche Aufbereitung ist besonders für kleine und mittlere Wasserversorger zu empfehlen
- Ionenaustauschverfahren – bei dem die Nitrationen mit Hilfe von Ionenaustauschern, die mit Kochsalz regeneriert werden, gegen Chloridionen ausgetauscht werden. Diese Methode eignet sich auch für Klein- und Kleinstverbraucher.
Nitratentfernungsanlage bei Eigenwasserversorgung Denimat NP auf Anfrage.