sind die Gesamtheit der gebäudetechnischen Anlagenteile, die der Wärmeversorgung dienen. Die Wärmegewinnung erfolgt zumeist durch Verbrennung eines Brennstoffes (Öl, Gas, Holz usw.) in einem meist zentral aufgestellten Heizkessel. Alternativ können Heizungen auch mittels elektrischem Strom, Solarenergie oder Wärmepumpen betrieben werden. Der Wärmetransport zu den wärmeabgebenden Heizkörpern erfolgt in der Regel mit Wasser als Wärmeträger.
Abhängig von der Vorlauftemperatur wird zwischen Warmwasser und Heißwasser Heizungen (Temperatur > 110°C) unterschieden.
Das Korrosionsverhalten einer Heizungsanlage wird durch die Eigenschaft der Werkstoffe und des Wärmeträgers (Heizungswassers), durch die Planung und Ausführung der Installation, durch die Verarbeitung der Werkstoffe und durch die Betriebsverhältnisse beeinflusst.
Die ÖNORM H 5195 – 1 dient dazu, Korrosionsschäden und Ablagerungen in geschlossenen Warmwasser-Heizungsanlagen zu verhüten. Diese ÖNORM gilt für direkt mittels Heizkessel und indirekt mittels Umformer beheizte geschlossene Heizungsanlagen (gemäß ÖNORM B 8131) mit Betriebstemperaturen bis maximal 100 °C. Sie wendet sich sowohl an den Planer und den Errichter als auch an den Betreiber.
Das Heizungswasser muss klar, sowie frei von Schwebstoffen (gefiltert) und sichtbaren Verunreinigungen sein. Die Farbe und der Geruch dürfen durch den Einsatz von Zusatzstoffen verändert sein.
In Abhängigkeit von der Gesamtleistung der Wärmeerzeuger sollten folgende Richtwerte der Gesamthärte nicht überschritten werden:
bis 150 kW 17 °dH
über 150 kW bis 1000 kW 3 °dH
über 1000 kW 0,5 °dH
Wenn wesentliche Anlagenteile oder die Gesamtanlage wiederholt gefüllt werden, so ist bei Anlagen mit einer Gesamtleistung bis 150 kW das Füllwasser auf 3 °dH zu enthärten. Wenn diese Werte nicht eingehalten werden können, so sind geeignete Enthärtungsanlagen (z.B. lonenaustauscher) vor zusehen.
BWT bietet mit der mobilen Enthärtungsanlage Minisoft mobil W12 und der HS Pumpe zum Einfüllen des Heizungs Schutzmittels HS-Combi ein abgestimmtes Programm zur Verhütung von Korrosionsschäden und Ablagerungen in kleinen und mittleren Warmwasser-Heizungsanlagen.
Für große Heizungsanlagen empfiehlt sich der Einbau einer stationären BWT Enthärtungsanlage in Kombination mit Membrandosierpumpen der Typenreihe Medo II samt Zubehör zur Dosierung von BWT-Wirkstoffen in das Heizungswasser. Zur regelmäßigen Überprüfung der Wasserqualität stehen einfach zu bedienende BWT Prüfbestecken zur Verfügung.