Entsäuerung

Die Entsäuerung von Wasser bezieht sich fast ausschließlich auf die Entfernung der aggressiven Kohlensäure. Diese Wässer haben materialangreifende Eigenschaften. Dadurch vermögen sie Metalle (Eisen, Blei, Zink, Cadmium, Kupfer) aus den Wasserleitungsrohren zu lösen.

Zur Vermeidung dieser Art von Korrosionen muß das Trinkwasser in das sogenannten »Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht« gebracht werden. In Abhängigkeit von Wasserhärte und Kohlensäuregehalt werden verschiedene Entsäuerungsverfahren angewendet.

  1. die Kohlensäure wird in einem Belüfter oder Rieselentgaser mit Luft ausgetrieben. Dieses Verfahren wird bei hoher Karbonathärte oder sehr großem Gehalt an Kohlensäure angewendet. Die Karbonathärte wird dabei nicht verändert.
  2. die Kohlensäure wird durch Filtration über halbgebrannten Dolomit, Hydrocalcit oder Marmor gebunden. Das dabei entstehende Calcium- bzw. Magnesiumhydrogencarbonat wird im Wasser gelöst und erhöht dadurch die Karbonathärte.
  3. durch Zugabe alkalischer Substanzen, wie z.B. Natronlauge, Soda oder Kalkmilch (Calciumhydroxid), wird die überschüssige Kohlensäure chemisch neutralisiert.

BWT bietet mit den Entsäuerungsfiltern KRF eine standardisierte Baureihe bis zu einer Leistung von 9 m³/h an. Anlagen mit höherer Leistung, sowie Rieselentgaser Typ BR-E werden projektspezifisch geplant und ausgeführt.










HomeIconPrint